Biographie

  • Wo komme ich her
    - am 6. August 1966 wurde ich in der südrussischen Stadt Taganrog am Asowschen Meer, der Heimat von Anton Tschechow, geboren. Der Dichter hatte in seiner Geburtsstadt eine Musikschule gegründet, die heute ein Musikcollege ist, aus dem zahlreiche Konservatoriumsschüler hervorgehen. Meine Mutter erkannte früh meine musikalische Neigung und mein absolutes Gehör, und wurde zu meiner ersten Förderin.

    Juri Sachno als Baby
     

  • Was hat mich geprägt
    - am Rachmaninow-Konservatorium in Rostow erwarb ich mein Konzertdiplom und schloss mit der Promotion über Rachmaninow ab. Einer meiner wichtigsten Lehrer war der russische Beethoven-Spezialist Prof. Eugen Surin - und wichtig für mich wurden auch seine Verbindungen zu Valerie Warschaskaja, Samuil Feinberg und Svjatoslav Richter, Jakow Sak und Heinrich Neuhaus sowie Balla Davidovich. Diese Freundschaft mit ihrem intensiven künstlerischen Austausch ist bis heute lebendig.
     
  • Welche Erfolge freuen mich besonders
    - begonnen hat es mit meiner Spezialisierung auf Romantik und Klassik, insbesondere Chopin, Liszt, Rachmaninow, Skrjabin und Beethoven; dann kamen Rubinstein, Tschaikowski, Camille Saint-Saens, Schumann und weitere dazu. 1996 und 1998 gewann ich den internationalen Rachmaninow-Wettbewerb und 2004 die "International Competition XXI Century Art - Solopiano" in Kiew. 2000 kehrte ich zu meinen musikalischen Wurzeln zurück: als Pädagoge und Konzertmeister für Klavier am staatlichen Musikcollege in Taganrog. 2004 gründete ich das Rostowquintett, das bereits zahlreiche Tourneen absolviert hat, unter anderem auch in Österreich. Seit 2003 gab ich auch über 30 Konzerte in Deutschland, Österreich und Serbien mit Höhepunkten wie dem Zusammenspiel mit den Belgrader Philharmonikern im großen Saal des Wiener Konzerthauses. Einen besonderen Platz in meinem Künstlerherzen nimmt das von mir an meinem College gegründete "Ensemble Brio" ein, ein Schulorchester ganz besonderer Art: es ist dem Orff-Orchester nachempfunden, also ein reines Schlagzeugorchester, das bei folkloristischen Werken mit Akkordeon, sonst mit Klavier begleitet wird. Die Schüler sind zwischen 5 und 19 Jahren, in vier Altersgruppen, und haben Klassiker wie Tschaikowski, Glinka, Rachmaninow, Camille Saint-Saens, Schostakovic und Rimski-Korsakow im Repertoire.
     
  • Wie über mich geschrieben wird
    - freut mich meist sehr, so etwa nach drei Kurzkonzerten anlässlich der Langen Nacht der Museen letztes Jahr in Laxenburg: "Tolles Konzert ... Virtuose verzauberte Laxenburger Publikum". Oder nach der Weltpremiere einer neuartigen Kombination aus Medienkunst und Klassik im Casino Baden "... vereinigen sich Klang, Licht, Form, Farbe und Bewegung zu einem Kunsterlebnis für alle Sinne ... das junge Menschen für klassische Musik begeistern und ältere Besucher mit innovativen Kunstkonzepten vertraut machen kann und soll". Oder der Kommentar eines Gastes, "Juri spielt Chopin wie ein Popstar".
     
  • Was man mir nicht gleich ansieht
    - das sind die harten Zeiten. Etwa als ich mit 27 Jahren meine zweijährige Militärzeit absolvierte - meine Eltern hatten kein Geld mich davon freizukaufen - und ich nach dieser Unterbrechung mein Doktoratsstudium fortsetzte. Dazu ein geflügeltes Wort aus Musikerkreisen: "wenn der Pianist einen Tag nicht übt, merkt es der Pianist, wenn er zwei Tage nicht übt, merkt es das Publikum". Oder dass ich als 15-Jähriger an der russischen Mathematik-Olympiade teilgenommen und den zweiten Platz belegt habe. Ja, und auch, dass ich schauspielerisch begabt bin und eine Zeit lang sogar überlegt habe, ob ich nicht lieber Schauspieler werden möchte. Allerdings trenne ich die Schauspielerei streng von der Musik, um nicht Gefahr zu laufen, am Klavier eine Show abzuziehen - da zählt nur die Musik.
     
  • Mein Blick in die Zukunft
    Mit den Werken der großen Komponisten, allen voran Rachmaninov, Beethoven, Chopin oder Tschaikowsky werde ich mich auch weiterhin intensiv und leidenschaftlich auseinandersetzen. Musik ist bleibt mein Leben - ein spannendes Abenteuer zwischen Tönen und Takten, Schwingungen und Stimmungen, Winterstürmen und lauen Sommerabenden, aufblühenden Frühlingshoffnungen und der rot-gelb-bunte Couleratur des herbstlichen Waldes, in dem bereits der Keim neuen Lebens schlummert.